Interview Anton Petcherski

January 2012


Wann hast Du zum ersten Mal von NCL gehört und wie kam der Kontakt zur NCL-Stiftung zustande?

Ich erfuhr zum ersten Mal von NCL als ich im Sommer 2008 ein Praktikum in der Arbeitsgruppe von Dr. Mika Ruonala in Frankfurt gemacht habe. Durch ihn kam auch der Kontakt zu Dr. Stehr von der NCL-Stiftung zustande.

Erkläre kurz Dein Forschungsprojekt:
Mein Forschungsprojekt besteht darin, mittels Hochleistungsmikroskopie, bisher unbekannte zelluläre Anzeichen der juvenilen NCL (JNCL) zu identifizieren und sie dann für Screenings nach Medikamenten zu verwenden.

Was reizt Dich an den Naturwissenschaften?
An den Naturwissenschaften reizt mich, dass sie helfen die Welt zu verstehen. Mein größter Wunsch ist, dass ich einen Beitrag dazu leisten kann. Wenn man in der Wissenschaft arbeitet, ist kein Tag wie der Andere und jeder Tag eine Herausforderung.

Was erhoffst Du Dir von Deinem Forschungsprojekt?
Ich hoffe, dass durch mein Projekt Wirkstoffe gefunden werden, die es ermöglichen die JNCL  besser zu verstehen. Deshalb suche ich nicht nur nach solchen Medikamenten, welche kranke Zellen gesund aussehen lässt sondern auch nach solchen, die das Gegenteil bewirken. Mit ganz viel Glück finden wir zum Schluss ein Medikament, das sich als wirksam im Kampf gegen die JNCL erweist.

Was möchtest Du im Anschluss an Dein Forschungsprojekt machen?
Das weiß ich noch nicht.

Was muss aus Deiner Sicht geschehen, um die Forschung an NCL weiter voran zu treiben?
Viele Aspekte der NCLs sind bislang unerforscht, insbesondere in der JNCL muss umfassend nach zellulären Krankheitsanzeichen gesucht werden, um die Funktion des verantwortlichen Proteins, CLN3, zu entschlüsseln. Natürlich ist es auch unerlässlich, die genaue Struktur des CLN3 Proteins zu ergründen.

Welches sind Deine Hobbies?
In meiner Freizeit lese ich viel oder verbringe Zeit mit meinen Freunden. Ich treibe viel Sport, insbesondere Kampfsport, wie Boxen, Kickboxen und Brazilian Jiu-Jitsu.  Das hilft, den stressigen Laboralltag hinter sich zu lassen.